Der Wunsch nach einem eigenen Kind ist für viele Paare eine der spannendsten, aber auch emotional aufregendsten Reisen. Bleibt die Schwangerschaft länger aus, suchen viele nach Wegen, ihre Fruchtbarkeit positiv zu beeinflussen. Neben medizinischen Faktoren kann auch die Ernährung einen wichtigen Beitrag leisten.
Oft liegt der Fokus beim Kinderwunsch ausschließlich auf der Frau. Tatsächlich spielt auch die Fruchtbarkeit des Mannes eine entscheidende Rolle. Lebensstil, Körpergewicht und Ernährungsgewohnheiten können die Qualität der Spermien beeinflussen. Studien zeigen, dass ein Übermaß an Fett und Fleisch negative Auswirkungen auf die Spermienqualität haben können. Demgegenüber haben Selen und Coenzym Q10 einen positiven Einfluss.
Eine ausgewogene Ernährung schafft optimale Voraussetzungen für den Körper. Sie hilft, Nährstoffdefizite vorzubeugen und die allgemeine Gesundheit zu fördern. Gleichzeitig gilt: Ernährung ist kein Ersatz für medizinische Abklärung und keine Garantie für eine Schwangerschaft. Vielmehr geht es darum, den Körper bestmöglich auf eine Schwangerschaft vorzubereiten. Es gibt keine allgemeingültige „Kinderwunsch-Ernährung“, die für jedes Paar gleichermaßen passt.
Ein besonders wichtiger Nährstoff bei Kinderwunsch ist Folat beziehungsweise Folsäure. Da sich das Neuralrohr des Embryos bereits in den ersten Schwangerschaftswochen entwickelt, sollte auf eine ausreichende Versorgung schon vor einer Schwangerschaft geachtet werden.
Folat kommt natürlicherweise in grünem Blattgemüse, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und Nüssen vor. Folat aus Lebensmitteln wird vom Körper schlechter aufgenommen als synthetische Folsäure. Ebenso werden die empfohlenen Mengen allein über die Ernährung schwer erreicht.
Deshalb lautet die Empfehlung bei Frauen mit Kinderwunsch: Die Supplementierung von 400 µg Folsäure sollte bereits mindestens vier Wochen vor einer geplanten Schwangerschaft gestartet und bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels fortgeführt werden.
Auch die Versorgung mit anderen Nährstoffen wie Eisen, Jod, Vitamin D und DHA kann bei Kinderwunsch relevant sein und sollte bei Bedarf individuell überprüft werden.
Hinter einem unerfüllten Kinderwunsch können unterschiedliche Ursachen stecken. Hormonelle Veränderungen, Erkrankungen wie PMOS oder Endometriose, Schilddrüsenerkrankungen, das Alter, Stress oder auch das Körpergewicht können eine Rolle spielen.
Deshalb ist es sinnvoll, die persönliche Situation gezielt zu analysieren, anstatt sich auf allgemeine Ernährungstipps zu verlassen. In einer professionellen ernährungstherapeutischen Beratung gehen wir gemeinsam folgenden Fragen nach:
Da bei einem Kinderwunsch immer beide Partner eine Rolle spielen, lohnt sich ein ganzheitlicher Blick auf Ernährung, Bewegung, Schlaf und den Lebensstil. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt jedoch immer von der individuellen Ausgangssituation ab.
Wenn Sie auf Ihrem Weg eine entspannte, aber fundierte Begleitung wünschen, die perfekt zu Ihrem Alltag passt, dann melden Sie sich gerne bei mir. Ich freue mich schon, Sie in meiner Praxis in Rankweil kennenzulernen.
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